{"id":1968,"date":"2016-05-09T12:55:44","date_gmt":"2016-05-09T12:55:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ivy-international.eu\/fr\/im-auftrage-amors\/"},"modified":"2016-05-10T12:46:53","modified_gmt":"2016-05-10T12:46:53","slug":"im-auftrage-amors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ivyrelations.com\/fr\/im-auftrage-amors\/","title":{"rendered":"Im Auftrage Amors &#8211; Mannschaft"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #333333;\">F\u00fcr eine Einstiegsgeb\u00fchr von 15 000 Euro verkuppelt die Partnervermittlungsagentur \u00abIvy International\u00bb Wohlhabende auf der Suche nach Liebe. Im Interview mit der Mannschaft erkl\u00e4rt Gr\u00fcnderin und CEO Inga Verbeeck, warum sie diese stolze Summe verlangt \u2013 und warum auch Menschen mit kleinerem Portemonnaie zu ihren Kunden geh\u00f6ren.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Inga, wie kamst du darauf, deine Agentur zu gr\u00fcnden? <\/strong><\/p>\n<p>Durch Zufall (lacht)! Ich war jahrelang in der Stahlindus &#8211; trie t\u00e4tig, im Unternehmen meiner Eltern. Als sie die Firma verkauften, suchte ich eine neue Herausforderung. Eine Freundin von mir arbeitete in London bei einer Partnervermittlungsagentur. Durch sie kam ich mit die &#8211; sem Business in Kontakt. Ich war fasziniert davon und entschloss, meine eigene Agentur zu gr\u00fcnden. Auch wenn es nicht immer ganz einfach ist \u2013 ich liebe meinen Job!<\/p>\n<p><strong>Was braucht es, um eine erfolgreiche Partnervermitt \u00ad lerin zu werden? <\/strong><\/p>\n<p>Sehr viel Einsatz und Leidenschaft! Wenn das Herz nicht dabei ist, funktioniert es nicht. Zudem ist ein Min &#8211; destmass an Lebenserfahrung notwendig. Man muss verstehen k\u00f6nnen, wie die Klienten ihr Leben f\u00fchren und was sie besch\u00e4ftigt. Schliesslich hilft es, \u00fcber eine gewisse Intuition zu verf\u00fcgen. Man muss sp\u00fcren, wer f\u00fcr wen passen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Wie viele Klienten und Klientin \u00ad nen habt ihr? <\/strong><\/p>\n<p>Zurzeit sind es rund 2 000.<\/p>\n<p><strong>Und wer sind diese Menschen? <\/strong><\/p>\n<p>Ganz unterschiedliche Personen. Unternehmer und Industrielle, Schriftstellerinnen, K\u00fcnstler, Journalistinnen oder bekannte Fotografen, aber auch Politiker und Mitglieder europ\u00e4ischer K\u00f6nigsh\u00e4user.<\/p>\n<p><strong>Das klingt nach einer ziemlich exklusiven und elit\u00e4ren Klientel. Gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass die satte Geb\u00fchr von 15000 Euro zahlen muss, wer bei Ivy International Mitglied werden will. <\/strong><\/p>\n<p>Zu einem gewissen Grad stimmt das, ja. Es ist aber nicht jedes Mitglied schwerreich. Wir haben auch Klienten, die einfach \u00fcber ein solides Einkommen verf\u00fcgen und die bewusste Entscheidung treffen, einen Teil davon in un &#8211; sere Leistungen zu investieren.<\/p>\n<p><strong>Alles in allem bewegen sich eure Mitglieder aber in hohen Einkommensklassen. Warum wolltest du f\u00fcr wohlhabende Personen arbeiten? <\/strong><\/p>\n<p>Das war weniger ein konkreter Vorsatz als vielmehr Fol &#8211; ge meiner eigenen \u00dcberzeugung und Vorstellung davon, wie ich arbeiten m\u00f6chte. Um meine Klienten vermitteln zu k\u00f6nnen, muss ich sie richtig kennen lernen. Das ist zeitaufw\u00e4ndig, ich investiere mehrere Tage in jede Per &#8211; son. Unsere Kosten stehen in einem entsprechenden Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n<p><strong>Schr\u00e4nkt die hohe Mitgliedschaftsgeb\u00fchr den Kreis potenzieller vermittelbarer Kandidaten und Kandida \u00ad tinnen nicht allzu sehr ein? <\/strong><\/p>\n<p>Das werde ich immer wieder gefragt. \u00abInga, sorgst du nicht daf\u00fcr, dass die Reichen unter sich bleiben?\u00bb Ich sehe das nicht so. Wenn meine Mitarbeitenden oder ich selbst auf Personen treffen, die spannend und interessant sind, die aber die Geb\u00fchr nicht zahlen wollen oder k\u00f6n &#8211; nen, dann nehmen wir sie in unsere \u00abruhende\u00bb Daten &#8211; bank auf. Wenn ich der Ansicht bin, eine solche Person k\u00f6nnte zu einem Aktivmitglied passen, dann frage ich den zahlenden Klienten, ob er diese Person kennen ler &#8211; nen m\u00f6chte. Insofern besteht sehr wohl die M\u00f6glichkeit, dass sich Leute mit unterschiedlichem Hintergrund und Kontostand kennenlernen.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet \u00abspannend und interessant\u00bb f\u00fcr dich? <\/strong><\/p>\n<p>Das kann sich auf die Ausbildung, den Beruf oder auch auf das Aussehen beziehen. Wenn eine solche Person da &#8211; ran interessiert ist, in unsere Datenbank aufgenommen zu werden, dann f\u00fchren wir mit ihr den ganzen Bewer &#8211; bungsprozess inklusive Backgroundcheck durch. Abge &#8211; sehen von der Aufnahmegeb\u00fchr gelten also dieselben Voraussetzungen wie bei zahlenden Klienten. Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin und glaube sehr wohl daran, dass auf diese Weise vielversprechende Kombina &#8211; tionen entstehen k\u00f6nnen. Gleichzeitig bin ich aber auch \u00fcberzeugt davon, dass Geld oft eine Rolle spielt. Meist ist es leichter, zwei Personen zu ver &#8211; kuppeln, die sich den gleichen Lebensstil leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Ist es f\u00fcr reiche Menschen schwieriger, einen passenden Partner zu finden? <\/strong><\/p>\n<p>Dieser Ansicht bin ich, ehrlich gesagt \u2013 aus verschiedensten Gr\u00fcnden. Oft haben wohl &#8211; habende Leute einen gewissen Einfluss und sozialen Status. Damit sind Erwartungen verbunden, wie man sich verhalten und mit wem man zusammen sein sollte. Zudem stellen diese Menschen h\u00e4ufig hohe Anforderun &#8211; gen an sich selbst, sonst w\u00e4ren sie nicht in den Positio &#8211; nen, in denen sie sind. In der Folge sind sie auch mit anderen Leuten meist ziemlich streng. Teilweise sind sie auch ein wenig traumatisiert. Sie fragen sich, ob der Partner nur am Geld und am Luxus oder wahrhaftig an ihnen als Person interessiert ist. Schliesslich ist die Suche gerade f\u00fcr erfolgreiche und wohlhabende Frauen ziem &#8211; lich schwierig. Viele M\u00e4nner sind vom Erfolg einer Frau noch immer abgeschreckt. Das ist unn\u00f6tig! Ich kenne viele solcher Frauen. Am Abend wollen auch sie nichts anderes, als einen Jogginganzug anziehen und sich ge &#8211; liebt, aufgehoben und besch\u00fctzt f\u00fchlen.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht euer Aufnahmeprozess im Detail aus?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sich jemand bei uns anmelden will, dann f\u00fchren wir ein erstes Interview durch. Das dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. Kommt die Person als Mitglied in Frage, dann laden wir sie f\u00fcr ein zweites Gespr\u00e4ch ein und erstellen ein Dossier. Dann folgen in der Regel die ersten Dates, wobei wir nach jedem Treffen ein Feedback einholen und uns mit den Beteiligten austauschen. Im Schnitt dauert es rund drei Monate, bis wir einen Klien &#8211; ten richtig kennen.<\/p>\n<p><strong>Nach den Dates hast du also jeweils eine \u00abLagebesprechung\u00bb mit den Betroffenen.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, das ist zentral f\u00fcr meine Arbeit. Ich muss wissen, wie es lief, was den beiden gefallen hat und was sie weniger toll fanden. So finde ich wieder Neues \u00fcber die Klienten heraus und kann sie k\u00fcnftig besser einsch\u00e4tzen. Zudem vermittle ich nicht nur Kontakte. Ich coache und beglei &#8211; te die Klienten auch zu einem gewissen Grad und zeige ihnen Verhaltensmuster auf, die sie dringend \u00e4ndern m\u00fcssen. Viele Menschen verbrin &#8211; gen so viel Zeit hinter dem Com &#8211; puter und auf der Arbeit, dass sie den Umgang mit anderen Men &#8211; schen verlernen und teilweise den objektiven Blick auf sich selbst und das eigene Benehmen verlieren.<\/p>\n<p><strong>Und was machst du, wenn du mit einem potenziellen Mitglied sprichst und du merkst: Mit dieser Person kann ich nicht arbeiten! Der oder die ist schrecklich! <\/strong><\/p>\n<p>Dann lehnen wir die Zusammenarbeit ab. Das passiert in bis zu 20 Prozent der F\u00e4lle. Ein Grund daf\u00fcr k\u00f6nnen falsche Erwartungen des Klienten sein. Wenn ein 60-j\u00e4hriger, \u00fcbergewichtiger Mann davon ausgeht, er m\u00fcsse uns nur das Geld bezahlen und wir besorgen ihm eine Cindy Crawford, dann bringt das nichts. Das klingt jetzt vielleicht brutal und oberfl\u00e4chlich, aber man muss ehrlich und realistisch bleiben.<\/p>\n<p><strong>Welche Erfolgsrate habt ihr? <\/strong><\/p>\n<p>Rund 75 Prozent. Im Schnitt dauert es acht bis neun Monate, bis wir eine passende Kombination gefunden haben.<\/p>\n<p><strong>Wie definiert ihr \u00abErfolg\u00bb? Reichen ein paar Dates oder m\u00fcssen die beiden heiraten?<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden m\u00fcssen mindestens eine einj\u00e4hrige Bezie &#8211; hung f\u00fchren, damit wir die Verkuppelung als gelungen verbuchen. Gelegentlich erhalten wir pl\u00f6tzlich eine Hochzeitseinladung oder eine Geburtsanzeige nach ein paar Jahren \u2013 das sind dann sehr sch\u00f6ne Momente!<\/p>\n<p><strong>Du willst die \u00abklassische Art des Datings\u00bb zur\u00fcckbringen. Was verstehst du darunter?<\/strong><\/p>\n<p>Einfache, aber wichtige Dinge: Stell dein Telefon auf lautlos, lass es in der Tasche stecken und sprich mit der Person, die dir gegen\u00fcbersitzt. M\u00e4nner sollten Kavaliere sein und sich um die Frau bem\u00fchen. Wenn mir ein Mann nach dem Date erz\u00e4hlt, er habe die Frau nicht eingeladen, dann bringe ich ihn um (lacht) !<\/p>\n<p><strong>Gem\u00e4ss Homepage erhalten eure Klienten und Klientinnen keine Informationen, mittels derer sie ein potenzielles Date identifizieren k\u00f6nnten. Im Klartext heisst das vor allem eines: Keine Bilder. Schickt ihr eure Kandidaten wirklich auf ein Blinddate?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, wir arbeiten nie mit Bildern. Die Klienten wissen nicht, wie das potenzielle Date aussieht. Sie m\u00fcssen und k\u00f6nnen darauf vertrauen, dass wir jemanden aussu &#8211; chen, der ihrem Geschmack entspricht. Und sie erhalten detaillierte Beschreibungen der anderen Person. Wie gross ist er, welcher Haarfarbe hat sie? Wir beschreiben Merkmale wie die Gesichtsz\u00fcge, das Gewicht, die Figur oder die Augenfarbe.<\/p>\n<p><strong>Wie viele eurer Klienten sind schwul? <\/strong><\/p>\n<p>Rund zehn Prozent, also etwas \u00fcber zweihundert. Ten &#8211; denz steigend.<\/p>\n<p><strong>Wendet ihr bei ihnen dieselben Verkupplungsregeln an wie bei Heteros? Oder m\u00fcsst ihr Besonderheiten beachten, um allf\u00e4lligen schwulenspezifischen Bezie \u00ad hungsdynamiken gerecht zu werden?<\/strong><\/p>\n<p>Die grundlegenden Regeln sind dieselben. Wir werden von Menschen kontaktiert, die etwas Festes und Lang &#8211; fristiges suchen. In solchen Konstellationen sind meist dieselben Werte und Vorstellungen entscheidend \u2013 egal, ob ein homo- oder ein heterosexuelles Paar verkuppelt werden soll. Trotzdem habe ich einen schwulen Mitar &#8211; beiter in meinem Team, der sich um die schwule Klien &#8211; tel k\u00fcmmert. Schliesslich kann es durchaus sein, dass ich einen homosexuellen Mann anders lese und verstehe als ein anderer schwuler Mann.<\/p>\n<p><strong>In einem Interview hast du einmal gesagt, in deinen Klientenkreisen herrschten oft noch gewisse traditio \u00ad nelle Regeln. Viele M\u00e4nner h\u00e4tten M\u00fche damit, wenn die Frau reicher ist. Wie ist das bei Schwulen?<\/strong><\/p>\n<p>Teilweise stelle ich diese Tendenzen auch bei ihnen fest. Das \u00fcberrascht aber insofern nicht, als dies eher mit dem Charakter einer Person zu tun hat und weniger mit ihrer sexuellen Orientierung. Insgesamt haben M\u00e4nner oft ein Problem damit, wenn sie ein geringeres Einkommen erzielen als der Partner oder die Partnerin. Vor solch \u00fcberfl\u00fcssigem Konkurrenzdenken sind auch Schwule nicht gefeit.<\/p>\n<p><strong>Wenn du verallgemeinern m\u00fcsstest: Wie sind eure schwulen Klienten? <\/strong><\/p>\n<p>Ziemlich viele von ihnen sind ein wenig \u00e4lter, 35 Jahre und aufw\u00e4rts, w\u00e4hrend sich unter unseren Heteroklien &#8211; ten auch 25-J\u00e4hrige finden. Zudem haben wir einige schwulen Klienten, die lange nicht geoutet waren und deshalb im Umgang mit dem Thema noch etwas unsi &#8211; cher sind<\/p>\n<p><strong>Wie gestaltet sich eure Zusammenarbeit mit den schwulen Klienten?<\/strong><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist die Arbeit mit ihnen relativ einfach. Zum einen sind sie tendenziell weniger kompli &#8211; ziert und verkrampft als die heterosexuellen Klienten. Nat\u00fcrlich geht es auch den schwulen M\u00e4nnern darum, den richtigen Partner zu finden. Sie haben oft aber auch einfach Freude daran, neue Leute zu treffen. Viele von ihnen finden es spannend, auf ein Date zu gehen. Sie sch\u00e4tzen die Begegnung \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie es danach weitergeht. Zudem sind sie in der Regel sehr kommunikativ und uns gegen\u00fcber \u00e4usserst offen und ehrlich. Auf diese Weise ist die Arbeit mit ihnen oft sehr produktiv. Zum anderen habe ich den Eindruck, dass das Alter f\u00fcr unsere schwulen Klienten ein eher nebens\u00e4ch &#8211; liches Kriterium ist. Es k\u00fcmmert sie nicht allzu sehr, wie alt ihr Gegen\u00fcber ist. Vielleicht h\u00e4ngt das damit zusam &#8211; men, dass viele M\u00e4nner mit zunehmender Reife attrak &#8211; tiver werden \u2013 da habt ihr Gl\u00fcck (lacht)!<\/p>\n<p>Interview by:\u00a0Markus Stehle<\/p>\n<figure><a href=\"http:\/\/ivy-international.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Ivy-International-_-Inga-Verbeeck-_-7-e1462792777949.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1948\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/ivy-international.eu\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Ivy-International-_-Inga-Verbeeck-_-7-e1462792777949-300x236.jpg\" alt=\"Ivy International _ Inga Verbeeck _ (7)\" \/><\/a><\/figure>\n<p>Article Featured By:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/\">http:\/\/www.mannschaft.com\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr eine Einstiegsgeb\u00fchr von 15 000 Euro verkuppelt die Partnervermittlungsagentur \u00abIvy International\u00bb Wohlhabende auf der Suche nach Liebe. 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